Termingerecht begannen wir mit dem Aufplanken der 12 Meter R-Yacht im Juni 2004.

Aufgeplankt wird die Anitra von unten nach oben - vom Kiel zum Deck.
Hierzu wird jeder Bereich einer Planke zuerst mit einer dünnen Meßlatte ausgemessen. Diese sehen Sie links im Bild als etwas helleres Holzteil. Nach jenem Vorbild wird draußen vor der Halle die Latte aus dem Stamm Mahagoniholz gesägt.
Gut erkennen Sie hier rechts im Bild, wie die neuen Planken zuerst mit Zwingen an den Stahl- und Holzspanten angeheftet werden.
Erst wenn die endgültige Form feststeht, werden die Planken durch Kupfernieten mit den Spanten verbunden. Diese 6er-Nieten werden am Holzspant durchgeschlagen, aber noch nicht vernietet.
An den Stahlspanten werden die Planken mit M10 Senkkopfgewindeschrauben befestigt.

Jede Planke muß exakt auf die darunter liegende Planke und auf die in drei Dimensionen sich ständig ändernde Biegung des Rumpfes angepaßt werden.
Hier sehen Sie einen unserer Bootsbauer, wie er gerade die Schmiege an eine Planke hobelt.
In der Regel sind zahlreiche Hobelarbeiten an der Werkbank und anschließende Anpaßvorgänge am Rumpf für eine einzige Planke erforderlich.

In der unteren Bildhälfte erkennen Sie deutlich, wie sehr eine neue Planke in allen drei Dimensionen verwunden werden muß, damit sie sich der Spantenform optimal anschmiegt.
Weil sich die Krümmung in jeder Höhe etwas ändert, ist jede Planke ein Unikat.
Da die Planken 40 mm Dicke besitzen, ist das Anschmiegen an die Spanten jeweils mit einem erheblichen Kraftaufwand verbunden.