
Martin-Yachten werden traditionsgemäß mit einer Ziergöhl (kurz Göhl) aus echtem Blattgold verziert. Nur so verbindet sich Langlebigkeit mit strahlendem Glanz.
Die hier oberhalb der Goldkante auf dem noch nicht polierten Mahagoni sichtbaren goldenen Kleinteile sind Goldstaub.
Sowohl unsere Bootsbauer als auch der Fotograf konnten während ihrer Arbeiten an der Yacht den Wert der eigenen Kleidung durch "Abstauben" sichtbar steigern.
Die auf dem Foto erkennbaren Schleifspuren im Lack sind beabsichtigt. Die Hohlkehle wird vor dem Beizen eingefräst. Danach erst tragen wir das Blattgold auf. Später wird alles nochmals mehrfach endlackiert.

Die in die Bordwand gekehlte und ausgemalte Prägung unterstreicht die Linienführung der Yacht, betont den Sprung und streckt mit einem einzigen, feinen Strich die Seitenansicht.
Die Goldkante wird auf beiden Seiten jeweils über fast die gesamte Schiffslänge - also zweimal ca. 21 Meter - aufgetragen.
Im Handauflegeverfahren von einem Spezialisten aufgetragen bildet es einen kleinen Unterschied, den Sie und Ihre Yacht uns Wert sind.
Hier sehen Sie den schon mehrfach lackierten Bug mit Goldkante auf der Steuerbordseite.

Alle Details zeigen die Handschrift der Werft.
Jeder Buchstabe wird vor dem Belegen mit Blattgold in filigraner Arbeit auf das Mahagoni aufgezeichnet.
Zur Verzierung der makellosen Mahagoniarbeit verwenden wir nur Blattgold für die Linie, den Namen und das Kennzeichen, weil es nicht oxidiert.

Auf beiden Seiten am Heck haben wir die Ähre - das Firmenerkennungszeichen von A&R - gewählt.
A&R baute 1928 die Anitra.
Diese Verzierung betont neben den schnittigen Linien und der Schnelligkeit der 12-Meter-R-Yacht somit auch die Geschichte.

Am Bug betont auf beiden Seiten ein Pfeil die Schnelligkeit der 12-Meter-R-Yacht.

Das Yachtheck heißt aus triftigem Grund "Spiegel".
FSC steht für den Flensburger Segel-Club, in dessen Yachtverzeichnis die Anitra eingetragen ist.